Pressebericht vom 1. Dezember 2001
Augsburger Allgemeine, Donauwörther Zeitung, Neuburger Rundschau und Wertinger Zeitung

Der Lech bestimmt die Vogelperspektive

Bildband über das Lech-Donau-Gebiet erschienen
Rain (de).

Warum denn gleich in die Luft gehen, nur um die Gemeinden am Lech aus der Vogelperspektive betrachten zu können? Jetzt ist nämlich der Bildband „Blick auf das Lech-Donau-Gebiet“ auf den Markt gekommen, der den Flug über die Heimat durch das Blättern über 104 Seiten ersetzt.

Luftaufnahmen haben immer etwas spannendes, erschließen Zusammenhänge und Entwicklungen, die aus der Froschperspektive nie und nimmer zu sehen sind. Da erkennt der eine sein Elternhaus, der andere die Firma, in der er als Lehrling angefangen hat. Und wohnt unter dem roten Dach dort in der Neubausiedlung nicht der Onkel, mit dem man sich schon längst mal wieder treffen wollte?

Der Bildband macht eine Entdeckungsreise durch die Orte links und rechts des Lechs möglich. Im Mittelpunkt steht und stand zunächst die Stadt Rain mit den nahen Märkten Burgheim und Thierhaupten sowie Genderkingen, Holzheim, Marxheim, Münster, Niederschönenfeld und Oberndorf.

Über die Landkreisgrenzen

Dann entschloss sich Adalbert Riehl und sein Autorenteam, auch die westliche, die schwäbische Lechseite stärker einzubeziehen. Also nicht nur Ellgau, sondern auch Allmannshofen, Asbach-Bäumenheim, Ehingen, Kühlenthal, Meitingen, Mertingen, Nordendorf und Westendorf, die alle noch nie in überörtlichen Bänden im Luftbild vorgestellt worden waren.

Vereint wurden mit diesem Konzept die in ihrem Werden sehr verschiedenen zentralen Orte Meitingen und Rain, so Riehl in seinem Vorwort. Verdeutlicht werden die Entwicklungsachsen an der Bundesstraße 2 auf der schwäbischen Seite, aber auch die wirtschaftlichen Impulse auf der bayerischen Lechseite.

Industrie und Klöster

Und dies gibt dem „Blick auf das Lech-Donau-Gebiet“ auch einen zusätzlichen Reiz. Die Entwicklungen der verschiedenen Unternehmen - ob nun Dehner in Rain, SGL Carbon in Meitingen, Zott in Mertingen oder AGCO (vormals Fendt) in Asbach-Bäumenheim - lassen sich nun mal am besten aus der Luft erkennen. Und studieren lassen sich auch trefflich die Konturen von Kloster Holzen und der mächtigen Klöster in Thierhaupten und Niederschönenfeld.

Natürgemäß zieht sich der Lech wie ein blaues Band durch das Werk, vorbei an den Dörfern und durch die Reste der Auwälder. Deutlich zu sehen, dass das Wasser der Donau dunkler ist, wenn es etwa an Marxheim vorbeifließt.

Grau ist das Asphaltband der vielen Straßen kreuz und quer durch die drei Landkreise, die der Bildband beleuchtet. Die Information ist relativ knapp, aber ausreichend mit kurzen Ortsporträts samt Gemeinde- oder Stadtwappen. Exzellente Luftbilder bedürfen eines hervorragenden Fliegers, um die richtige Perspektive zu finden. Für das Team Adalbert Riehl, Harald Reinelt und Günther Reichherzer war dies kein Problem, denn der ehemalige Starfighter-Pilot Josef Sporer legte die Remos G-3 Mirage, ein Ultraleichtflugzeug, genau in jenen Winkel, der den besten Blick ergibt für ein gelungenes Foto, natürlich in Digital-Technik gefertigt.

Info
„Blick auf das Lech-Donau-Gebiet“ von Adalbert Riehl, Harald Reinelt und Günther Reichherzer, 104 Seiten, Format 24x29,5 cm, 190 Luftaufnahmen, alle vierfarbig, Preis 25 Euro, noch bis 31. Dezember Sonderpreis 45 DM, erhältlich bei Sparkassen, Gemeindeverwaltungen, im Buchhandel oder bei Adalbert Riehl, Frankenstraße 60, 86641 Rain am Lech. Bilder und weitere Info auch im Internet.